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Pressemeldungen | 16.06.2019

Zweiter Rang für Peter Sagan nach später Attacke von Sanchez auf der zweiten Etappe der Tour de Suisse

Die zweite Etappe der Tour de Suisse führte heute über einen Rundkurs um Langnau. Drei Runden mit je zwei Bergwertungen der 2. Kategorie mussten absolviert werden, insgesamt warteten 159,6 Kilometer auf das Feld. Die durchaus anspruchsvolle Strecke sollte den Allroundern entgegenkommen, denn es wurde ein Sprint aus einer reduzierten Hauptgruppe erwartet. Früh im Rennen konnten sich vier Fahrer vom Feld absetzen, die aber bereits in der ersten Runde wieder auseinanderfielen, und nur C. Imhof war 100 km vor dem Ende noch an der Spitze des Rennens, rund drei Minuten vor dem Peloton. Dort kontrollierte BORA – hansgrohe zusammen mit Bahrain-Merida das Tempo. Beim zweiten Zwischensprint des Tages holte sich Peter Sagan die Punkte aus dem Feld und damit zwei Bonussekunden für die Gesamtwertung. Am vorletzten Anstieg erhöhte Astana das Tempo und Imhof wurde 37 km vor dem Ziel eingeholt. Während sich O. Fraile nun absetzen konnte, fielen immer mehr Fahrer aus der Hauptgruppe zurück. Nur Peter Sagan und Patrick Konrad konnten dem horrenden Tempo am letzten Berg folgen, als Fraile wieder gestellt wurde und wenig später L. Sanchez attackierte. Die verbliebenen Helfer der Sprinter zögerten etwas, und Sanchez konnte schnell 30 Sekunden Vorsprung herausfahren. Auf den letzten fünf Kilometern versuchte man im Feld noch einmal alles, um die Lücke nach vorne zu schließen, doch Sanchez konnte sechs Sekunden ins Ziel retten und sicherte sich damit den Sieg auf der 2. Etappe der Tour de Suisse. Im Sprint dahinter setzte sich Peter Sagan gegen M. Trentin durch. Durch weitere sechs Bonussekunden liegt Sagan damit nun auch in der Gesamtwertung auf Rang zwei, zeitgleich mit dem neuen Führenden K. Asgreen. Patrick Konrad rückte auf den zehnten Gesamtrang vor. 

 

Ergebnis

01 L. Sanchez           4:01:21

02 P. Sagan              +0:06

03 M. Trentin            +0:06

24 P. Konrad             +0:06

 

Reaktionen im Ziel

„Wir wollten heute um den Etappensieg und die Gesamtführung kämpfen, und wussten, dass die Bonussekunden eine entscheidende Rolle spielen könnten. Es war eine wirklich schwere Etappe und das Team hat einen tollen Job gemacht das Rennen zu kontrollieren. Am Ende war ich im ersten Feld und bereit für den Sprint. Aber Astana ist ein starkes Rennen gefahren und als Sanchez vorne war, fehlte im Feld die nötige Kooperation. Es ist ärgerlich das Gelbe Trikot um ein paar Zehntelsekunden verpasst zu haben, aber ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Die nächsten beiden Etappen sollten mir auch liegen, aber wir werden alles geben müssen, um erfolgreich zu sein.“ – Peter Sagan

„Mit mehr als 2.500 Höhenmetern war das heute eine harte Etappe. Wir wollten mit Patrick Konrad im Finale etwas versuchen, während Peter erst mal abwarten sollte, wie er sich fühlt. Wir haben das Rennen kontrolliert und das Team hat gut gearbeitet. Am Ende war Peter heute sehr stark und in der ersten Gruppe dabei. Leider konnten wir Sanchez nicht mehr einholen, aber wir haben unser bestes gegeben. Am Ende fehlt uns im Moment wohl auch etwas das Glück. Gestern hat Bodi den Sieg um ein paar Zehntel verloren, heute Peter das Gelbe Trikot. Aber was will man machen, wir können nur weiter alles versuchen.“ – Jan Valach, sportlicher Leiter

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