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Pressemeldungen | 10.09.2022

Letzte Vuelta Bergetappe: Sergio Higuita animiert das Finale und Jai Hindley wird Vierter 

Einen Tag vor dem Schluss der Spanien-Rundfahrt ging es zum letzten Mal in die Berge und die 20. Etappe stellte eine echte Herausforderung für viele Fahrer. Auf der 181 km langen Strecke zwischen Moralzarzal und Puerto de Navacerrada in der Sierra de Guadarrama gab es fünf recht heftige Anstiege und 4000 Höhenmeter zu bewältigen. Gleich nach dem Start gab es einige Attacken aus dem Feld bis sich letztlich in der ersten Steigung eine kleine Ausreißergruppe bilden konnte. Wenig später formierte sich eine größere Verfolgergruppe um Sergio Higuita, die im weiteren Rennverlauf aber etwas zerfiel. Dahinter im Feld, dass zur Rennhälfte mehr als fünf Minuten zurücklag, übernahmen BORA - hansgrohe die Tempoarbeit, da mit L. Meintjes der direkte Verfolger von Jai Hindley in der Gesamtwertung mit in der Fluchtgruppe war. In der entscheidenden Rennphase gelang es der Verfolgergruppe mit Sergio zur Spitze aufzuschließen. Etwa 15 km vor dem Ziel attackierte R. Carapaz an der Spitze, aber Sergio konnte folgen. Dahinter in der Favoritengrupppe kam es zu einem Feuerwerk an Angriffen, während kurz vor dem Gipfel der letzten Steigung der Ekuadorianer Sergio abhängte und seinen dritten Etappensieg holte. Jai kämpfte sich auf einen starken 4. Platz im Sprint der Favoriten und bleibt damit Gesamtzehnter vor der morgigen Sprintetappe.

 

Ergebnis

01 R. Carapaz                     4:41:34

02 T. Arensman                       +0:08

03 J. Ayuso                               +0:13

04 J. Hindley                            +0:13

 

Reaktionen im Ziel

„Es war ein wirklich harter Tag heute, aber wir wussten, dass es nicht einfach sein würde. In der Ausreißergruppe waren mehrere starke Fahrer, es war also eine gute Gruppe, und ich war froh, dass ich den Sprung in die Flucht geschafft habe. Als Meintjes attackierte, versuchte ich ihm zusammen mit Carapaz zu folgen. Am letzten Anstieg blieb ich mit Carapaz, und wir arbeiteten zusammen, um unseren Vorsprung auszubauen. Als er angegriffen hat, habe ich versucht, ihm zu folgen, aber er war einfach zu stark. Als die GC-Gruppe zu mir aufgeschlossen hatte, versuchte ich dann Jai zu unterstützen, um ein gutes Ergebnis im Sprint zu erzielen und seine Top-10 im Gesamtklassement beizubehalten. Ehrlich gesagt habe ich mich heute gut gefühlt, im Vergleich zu früheren Tagen bei dieser Vuelta. Das ist ein gutes Zeichen und ich bin mit meiner heutigen Leistung ziemlich zufrieden." - Sergio Higuita

„Wir wussten schon von Anfang an, dass die 20. Etappe eine richtig schwere Etappe wird, die auch noch mal einige Veränderungen in der Gesamtwertung bringen konnte. Für uns war es wichtig, auf den Etappensieg zu fahren und auch den zehnten Platz von Jai in der GC abzusichern. Dann kam es zu einer Situation, wo Meintjes, der nur zwei Minuten hinter Jai im GC lag, in einer großen Ausreißergruppe mit dabei war. Wir sind dann mit Jonas Koch und Ryan Mullen Tempo gefahren. Später haben dann Matteo Fabbro und Wilco Kelderman übernommen, um den Abstand zu der Spitze gering zu halten. Das ist uns auch gut gelungen. Im Rennen wurde es dadurch auch immer schwerer. Jai hatte nicht seinen besten Tag heute, aber er hat es geschafft mit den Besten im Ziel anzukommen. Er wurde dann sogar noch Vierter. Sergio fuhr auch stark, verpasste aber den Sieg leider knapp. Es ist schade, dass er für seine starke Arbeit nicht belohnt wurde. Er hat sicherlich noch gute Erinnerungen an den Berg, wo er 2019 gewonnen hat. Für uns war es ein bisschen ärgerlich, dass es mit dem Etappensieg nicht geklappt hat, aber wir waren nah dran." -  Jens Zemke, Sportlicher Leiter

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