zurück zur Übersicht
Team News | 22.10.2021

Cape Epic Etappe 5 – Zwischen Rutschpartie und Liegestützen

Nachdem die gestrige Überführungsetappe mit etwas moderaterem Gelände zum Genießen einlud, so stand mit der heutigen 5.Etappe eine echte Härteprüfung auf dem Programm. Gestartet wurde auch heute direkt aus dem Camp auf dem Cape Peninsula Universitäts Campus in Wellington, in welches die Fahrer gestern nach der Etappe noch mit den Fahrzeugen überstellt wurden. Mit insgesamt 2900 Höhenmetern auf 84 Kilometern hat die Etappe zurecht den Titel „The only way is up!“ vom Veranstalter bekommen. Hinzukamen zusätzlich erschwerend die regnerischen und windigen Witterungsbedingungen, welche nicht nur an den Fahrern zehrten, sondern sich auch auf die Strecke auswirkten und besonders die vielen Single Tracks etwas rutschiger machten.

Der rutschige Untergrund wurde auch Lennard gleich zu Beginn des Tages zum Verhängnis. „Irgendwie bin ich schon am Anfang der Etappe blöd weggerutscht und so zu Fall gekommen. Dadurch konnten wir heute unsere bewährte Taktik nicht wirklich durchziehen, da wir leider den Anschluss verloren haben. So mussten wir uns erstmal wieder motivieren, da auch das Wetter nicht besonders einladend war. Zur Rennhälfte haben wir dann aber doch wieder einen ganz guten Rhythmus gefunden und das Beste aus dem Tag gemacht.“, erzählt Lennard über seinen kleinen Ausrutscher.

„Zum Glück ist Lenni nichts passiert, so ein kleiner Sturz gehört beim Mountainbiken aber einfach dazu. Ich würde sagen jetzt ist er schon (fast) ein echter Mountainbiker.“, kommentiert Ben den Sturz seines Teamkollegen. „Trotzdem wurde es für uns heute aufgrund der Höhenmeter echt ein wenig zäh. Denn wenn man nicht mehr bei den besten Teams dabei ist, wird es nicht unbedingt leichter, da sich alles viel mehr zieht und natürlich die Motivation auch eine entscheidende Rolle spielt. Trotzdem konnten wir am Aap d’Huez, dem letzten Anstieg des Tages nochmal einen guten Rhythmus finden und sind froh den Tag auch gut hinter uns gebracht zu haben."

Trotz der vermeintlichen Strapazen der Etappe sorgte Ben besonders nach der Ziellinie für Aufsehen, denn auf einmal legte er mit Liegestützen los. „Wir haben seit gestern in unserer Gruppe den Deal, dass man 10 Liegestützen machen muss, wenn man sich beschwert, dass einem kalt ist. Leider musste ich direkt nach der Etappe also nochmal ran, konnte aber auch diese Aufgabe noch gut meistern.“, so Zwiehoff zu seinem Extra-Workout im Zielbereich.

“Das Wetter und besonders der Dreck ist gerade nach solchen Etappen eine echte Herausforderung. Da der Wetterbericht für die nächsten Tage nicht viel besser aussieht, müssen die Jungs echt aufpassen alles sauber zu halten. Ansonsten befürchte ich, dass die beiden doch nicht um eine tägliche Putzaktion herumkommen werden. Ich muss mich ja schon um die Bikes kümmern, welche die Jungs während der Etappe ganz schön dreckig machen.", so Mechaniker Mario Lexmüller.

Gerade an Tagen wie heute steigt der Anspruch an die Fahrer und die Rennmaschinen natürlich erheblich und bedarf noch intensiverer Vorbereitung und anschließend Pflege nach der Etappe.

„Für uns ist es grundsätzlich erstmal ähnlich wie auf der Straße, da man sich mit Regenkleidung auf die Bedingungen einstellt. Da aber viel Matsch dazukommt hatten wir heute unser Setup und speziell die Reifen etwas angepasst. Außerdem hatten wir auch etwas Kettenöl mit in der Trikottasche, um auch bei diesen Bedingungen alles am Laufen zu halten.“, berichtet Lennard Kämna. „Sowas gibt es ja bei Straßenrennen nicht, da wir dort die Möglichkeit haben zum Teamauto zu fahren. Hier muss man sich einfach etwas besser vorbereiten und ist öfter auf sich allein gestellt.“

Fotos: ©Michal Cerveny

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

BORA – hansgrohe unterstützt Outride Stiftung von Specialized
Zum Abschluss des Cape Epic strahlen die Fahrer mit der Sonne um die Wette!
Nach einer unruhigen Nacht vom Defektpech verfolgt und dennoch jede Menge Spaß am vorletzten Tag des Cape Epic
Eine Überstellungsetappe beim Cape Epic bringt die Fahrer nach Slanghoek und von dort weiter ins Camp Richtung Cape Peninsula