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Pressemeldungen | 05.09.2021

Felix Großschartner beendet Vuelta a España auf Platz 10 in der Gesamtwertung

Die Schlussetappe der dreiwöchigen Rundfahrt durch Spanien endete nicht wie gewohnt in Madrid, sondern mit einem 33,8 km langen Einzelzeitfahren auf einer welligen Strecke zwischen Padrrón und Santiago de Compostela. Für Felix Großschartner, der seine Kampfstärke während der Rundfahrt mehrfach unter Beweis stellte, und heute als Gesamtzehnter von der Startrampe rollte, ging es darum seinen 10. Platz zu verteidigen. Der Österreicher lag nur 16 Sekunden vor seinem nächsten Kontrahenten, konnte aber am Ende, beim Tagessieg von P. Roglič, den 7. Rang belegen und damit seinen 10. Platz in der Gesatwertung behaupten. BORA - hansgrohe verließ die Vuelta mit einem 2. Platz auf der 16. Etappe durch Sprinter Jordi Meeus und dem 10. Platz in der GC von Felix.

 

Ergebnis: 21. Etappe

01 P. Roglič          44:02

02 M. Cort                   +0:14

03 T. Arensman          +0:52

07 F. Großschartner   +1:52

 

Ergebnis: Gesamtwertung  

01 P. Roglič             84:55:29

02 E. Mas                        +4:42

03 J. Haig                        +7:40

10 F. Großschartner     +22:22

 

Reaktionen im Ziel 

„Das waren drei lehrreiche Wochen. Es war das zweite Mal, dass ich bei einer Grand Tour auf die Gesamtwertung gefahren bin. Meine letzten Rennen waren der Giro und dann die Sardinien Rundfahrt und obwohl ich gut trainiert habe, konnte ich meine Leistungsfähigkeit doch nicht so richtig einschätzen. Es gab eben mal gute und auch mal nicht so gute Tage hier, aber ich bin zufrieden damit, dass ich immer darauf fokussiert war mein Bestes zu geben und nicht aufzugeben. Wenn ich mal einen etwas schlechteren Tag hatte, habe ich mich immer wieder zurückgekämpft und eben das Beste daraus gemacht. Am Ende ist dies auch belohnt worden und ich kann mit dem Ergebnis echt zufrieden sein. Wichtig ist doch die klaren Fehler, die zwischendurch passiert sind zu analysieren und sie als Erfahrung mitzunehmen, so dass man bei den nächsten Rennen davon profitiert. Ich freue mich also jetzt auf die nächsten Rennen in Italien und hoffe dort auf einen guten Abschluss. Drei Wochen sind echt lange und wenn es auch zwischendurch mal nicht so läuft, wie auf der 17. Etappe, wo ich vor dem letzten Anstieg gestürzt bin, dann habe ich mich trotzdem zurückgekämpft. Wenn man also einen Einbruch erlebt und aus der Top 10 rausrutscht, das ist nicht so einfach, aber man muss eben immer sein Bestes geben. Unverhofftes kann immer passieren und auch an den letzten Tagen kann sich noch einiges ändern und man muss darauf vorbereitet sein. Meinen Dank an das ganze Team, denn jeder hat sein Bestes gegeben. Es war für jeden hart, nicht nur vom Streckenprofil her aber auch die Hitze und der Stress machte einem zu schaffen. Wir hatten auch einige Stürze im Team gehabt, aber jeder hat doch versucht weiter zu kämpfen. Also vielen Dank an alle, jeder hat an mich geglaubt und mich unterstützt und wenn es auch manchmal schwer war, hatten wir trotz allem eine gute Zeit zusammen." - Felix Großschartner

„Es war eine Achterbahnfahrt von Höhen und Tiefen. Wir hatten eine sehr ernüchternde Leistung auf der dritten Etappe an dem Picon Blanco, wo Felix nur den 35. Platz belegte und sich schon viel Zeit eingefahren hatte, und an der drittletzten Etappe zum Alto del Gamoniteiro sind wir aus den Top 10 rausgefallen. Aber wir haben auch extrem starke Leistungen gesehen, als wir auf einer Etappe nur 8 Sekunden am Führungstrikot vorbeigeschrammt sind. Von daher gehen wir mit einem guten Gefühl mit dem 10. Platz in der Gesamtwertung aus der Vuelta. Das war auch die Zielsetzung, die Top 10 vom letzten Jahr zu bestätigen. Für das Team, mit dem wir hier angetreten sind, ist das eine sehr respektable Leistung, denn drei unserer Fahrer sind noch nie eine Grand Tour gefahren. Wir waren hier mit einem ganz jungen Team, einem Team ohne viel Vuelta-Erfahrung. Der Etappensieg war auch greifbar nahe, mit dem zweiten Platz von Jordi Meeus beim Sprint. Das war die Zielsetzung, eine Etappe gewinnen, was wir knapp verpasst haben und eine Top 10 Platzierung in der Gesamtwertung, was wir erreicht haben. Es ist nicht immer einfach mit einem Team von Rookies Felix auf dem höchsten Niveau zu unterstützen, aber die Jungs haben das gut gemacht und jeder hat sein Bestes gegeben. Der Ausfall von Maximilian Schachmann hat uns schwer getroffen. Er ist ein Fahrer mit dem wir, wenn er in guter Form ist, sicherlich auch in Spitzengruppen besser vertreten gewesen wären, und auch eine große Chance auf einen Etappensieg gehabt hätten. Alles in allem können wir aber zufrieden sein. " - Jens Zemke, Sportlicher Leiter

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