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Pressemeldungen | 14.05.2019

Pascal Ackermann belegt den vierten Platz und übernimmt die Führung in der Punktewertung auf der 4. Etappe des Giro d'Italia

Auch heute erwartete die Fahrer ein langer Tag im Sattel. 235 Kilometer mussten auf der 4. Etappe des Giro d’Italia von Orbetello nach Frascati bewältigt werden. Südöstlich von Rom gab es keine nennenswerten Steigungen, trotzdem mussten aber etwa 2300 Höhenmeter bewältigt werden. Die ersten Kilometer waren flach, ehe die Fahrer nach 32 km die erste und einzige Bergwertung (Kat.4) in Manciano erreichten. Im weiteren Verlauf war das Terrain wellig, und auch die Zielankunft war nicht einfach. Die letzten Kilometer führten über eine hügelige und kurvenreiche Strecke um die italienische Hauptstadt. Im Finale ging es zunächst bergab, bevor der letzte Kilometer bergan nach Frascati führte. Gleich nach dem Start löste sich eine 3-Mann Ausreißergruppe, und da das Feld das Rennen zunächst gemächlich anging, wuchs der Vorsprung schnell auf mehr als zwölf Minuten an. Nach 65 km schalteten sich Lotto Soudal und Groupama - FDJ in die Führungsarbeit ein, um die Spitzengruppe langsam wieder zurückzubringen. In Folge pendelte sich der Vorsprung bei etwa 7 Minuten ein. Mit noch 85 km zum Ziel setzte sich Pawel Poljanski zusammen mit Deceunink – Quick-Step und dem UAE Team Emirates an die Spitze des Feldes, um den Abstand zu den Ausreißern weiter zu reduzieren. BORA – hansgrohe übernahm nun immer mehr die Kontrolle im Rennen, um das Finale für Pascal Ackermann vorzubereiten. In der Schlussphase des Rennens ereignete sich ein Sturz, in den mehrere Fahrer verwickelt waren. Auch Cesare Benedetti ging zu Boden, allerdings konnte er das Rennen fortsetzen. Rund 10 km vor dem Ziel war es letztlich um die Ausreißer geschehen, und die Sprintermannschaften rückten an die Spitze des Feldes, bevor sich neuerlich ein Sturz ereignete, durch den sich das Feld teilte. Pascal Ackermann und Michael Schwarzmann befanden sich nun in einer kleinen Gruppe an der Spitze des Feldes rund zwei Kilometer vor dem Etappenziel, rund 40 Sekunden vor den Favoriten der Gesamtwertung. An der 500 Meter Marke attackierte R. Carapaz und niemand konnte ihm folgen. Der Ecuadorianer holte den Etappensieg knapp vor C. Ewan, Ackermann auf Rang vier das Ziel erreichte. Damit übernahm der deutsche Meister auch wieder die Führung in der Punktewertung. Sein Teamkollege Rafal Majka konnte seinen 6. Rang in der Gesamtwertung verteidigen.

 

Ergebnis

01 R. Carapaz            5:58:17

02 C. Ewan                    +0:00

03 D. Ulissi                     +0:00

04 P. Ackermann             +0:02

 

Reaktionen im Ziel

„Es war eine super harte Etappe. Es war hektisch, nervös und mit den Kurven auch etwas gefährlich. Die Jungs haben mich perfekt vorne gehalten, aber es kam zu einem Sturz im Feld und ich glaube auch einer meiner Teamkollegen war darin verwickelt. Wir haben dann nur noch Vollgas gegeben, aber am Ende hatte ich nicht mehr die Beine um um den Sieg zu kämpfen. Trotzdem glaube ich, wir können mit dem Ergebnis doch zufrieden sein.“

- Pascal Ackermann

 

Das Ziel des Tages war es für Pascal die Voraussetzung zu schaffen, zum Sprint zu kommen. Wir wussten, dass das Finale grenzwertig für ihn wird. Letztendlich haben wir unser Ziel erreicht und Pascal konnte mit um den Sieg fahren, aber nach 235 Kilometern mit starkem Wind und dieser extremen Distanz hatte er nicht mehr die Beine, um gegen Bergfahrer wie Carapaz dagegen zu halten. Trotzdem sind wir nicht enttäuscht. Es war wieder eine starke Platzierung vom ihm und wir werden sicherlich andere Chancen bekommen. Auch unsere Klassementsfahrer sind sturzfrei geblieben und haben nicht viel Zeit verloren.“

- Jens Zemke, sportlicher Leiter

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