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Pressemeldungen | 15.06.2019

Maciej Bodnar um nur 0,32 Sekunden vom Weltmeister geschlagen beim Auftaktzeitfahren der Tour de Suisse

Ein 9,5 Kilometer langes Einzelzeitfahren eröffnete heute die Tour de Suisse in Langnau. Die Strecke war flach und prädestiniert für die Spezialisten im Kampf gegen die Uhr, ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Für BORA – hansgrohe ging der polnische Zeitfahrmeister Maciej Bodnar als erster auf den Kurs, denn aufgrund unsicherer Wetterbedingungen ließen sich einige der Favoriten auf den Tagessieg heute vorne auf die Startliste setzen. So ging es dann zu Beginn auch Schlag auf Schlag. Bodnar legte im ersten Streckenteil, der leicht bergab zur Wende führte ein gutes Tempo vor, konnte aber vor allem zurück in Richtung Ziel furios zulegen. In einer Zeit von 10:50 setzte er eine überlegene Bestzeit, doch mit R. Dennis folgte wenige Minuten später der amtierende Weltmeister im Zeitfahren. Dennis, der bei der Zwischenzeit noch vor 2 Sekunden vor Bodnar lag, musste sein ganzes Können aufwenden, um Bodnar am Ende um nur drei Zehntelsekunden abzufangen. Weitere Favoriten wie S. Küng oder G. Thomas kamen an diese Zeiten nicht heran. Auch Peter Sagan präsentierte sich in bestechender Form und erreichte das Ziel in 10:57 und einem hervorragenden 7. Platz. Nachdem es wie erwartet gegen Ende des Rennens zu regnen begann, konnte niemand mehr an die Bestzeiten herankommen, und Bodnar beendete das Auftaktzeitfahren einen Wimpernschlager hinter Dennis auf Rang zwei. 

 

 

Ergebnis

01 R. Dennis             00:10:50

02 M. Bodnar             +0:00

03 M. Matthews          +0:01

07 P. Sagan                +0:07

17 P. Konrad              +0:19

 

Reaktionen im Ziel

„Das war heute ein guter Start in die Tour de Suisse für uns. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Meine Form wurde in den letzten Tagen immer besser, und ich habe mich sehr speziell auf dieses Zeitfahren vorbereitet. Am Ende gegen den Weltmeister mit weniger als einer Sekunde Rückstand zu verlieren, ist sicherlich keine Schande, auch wenn ein Sieg sehr schön gewesen wäre. Natürlich denkt man: Hätte ich die eine Kurve etwas schneller genommen. Aber das ist Teil des Sports. Wir haben ein langes und schwieriges Rennen vor uns, und morgen werde ich mich in den Dienst der Mannschaft stellen, damit wir auch morgen um den Sieg kämpfen können.“ – Maciej Bodnar

„Das war heute mein erstes Rennen nach der Kalifornien-Rundfahrt und einer langen Trainingsphase. Es war daher etwas schwierig, den Rhythmus zu finden, aber ich habe mich gut gefühlt, speziell im letzten Streckenteil. Ich bin am Ende in die Top Ten gesprintet, aber die Tour de Suisse ist ein langes und hartes Rennen, darum werden wir jeden Tag kämpfen müssen.“ – Peter Sagan

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