zurück zur Übersicht
Pressemeldungen | 15.09.2020

BORA – hansgrohe schlägt in den Alpen zurück: Lennard Kämna gewinnt 16. Tour de France Etappe

Nach dem zweiten Ruhetag der Tour folgen in der letzten Woche drei harte Etappen in den Bergen der Alpen. Das 16. Teilstück führte dabei heute über 162 km von La Tour-Du-Pin nach Villard-De-Lans Cote 2000, wobei fünf Bergwertungen zu absolvieren waren. In der welligen Startphase gab es unzählige Attacken und unterschiedliche Gruppen formierten sich. BORA – hansgrohe war immer auf der Höhe des Geschehens und versuchte vor allem mit Peter Sagan in Richtung Zwischensprint vorne dabei zu sein. Sagan gelang es heute aber nicht in die Gruppe zu gelangen, dafür waren mit Daniel Oss und Lennard Kämna zwei Fahrer von BORA - hansgrohe in der letztlich entscheidenden 18-Mann-Spitzengruppe vertreten. Die Punkte beim Sprint sicherte sich M. Trentin vor Daniel Oss, Sagan und Bennett gingen haute leer aus. Im dritten Anstieg des Tages schlossen weitere fünf Fahrer zur Spitze auf, während Daniel Oss einen Großteil der Arbeit leistete, um einen Angriff von Lennard Kämna vorzubereiten. Zwar war es zuerst R. Carapaz, der die Spitzengruppe sprengte. Doch Kämna konterte über die Kuppe und konnte sich entscheidend absetzen. Auf den folgenden rund 20 flachen Kilometern erarbeitete sich der junge Deutsche mehr als eine Minute Vorsprung und feierte am Ende einen souveränen Etappensieg. 

 

Ergebnisse

01 L. Kämna                       4:12:52

02 R. Carapaz                     +1:27

03 S. Reichenbach              +1:56

 

Reaktionen im Ziel

„Ich fühle mich fantastisch, dieser Sieg macht den Tag einfach zu etwas ganz Besonderem. Es war von Beginn an ein Kampf heute und ich wusste, dass ich heute alleine ankommen musste, um zu gewinnen. Als ich gesehen habe, dass Carapaz nach seiner Attacke etwas langsamer wird, wusste ich, das ist der Moment. Ich habe attackiert und bis zum Schluss durchgezogen. Dieser Sieg ist so eine große Erleichterung für mich nach meiner knappen Niederlage vor ein paar Tagen, aber auch für das gesamte Team nach all unseren Anstrengungen. Ich kann es immer noch nicht glauben. Der Schritt, den ich dieses Jahr gemacht habe, ist groß und ich fühle mich gerade richtig beschenkt.“ – Lennard Kämna

„Wir waren auf diese Etappe fokussiert und wir wollten mit Lennard und Max wieder in die Gruppe. Wir wollten auch mit Peter Punkte holen, darum mussten wir von Beginn an aggressiv fahren. Was war hart, aber alle haben einen tollen Job gemacht. Wir waren dann mit Lennard und Daniel in der Gruppe, das war eine gute Situation und Daniel hat heute wirklich eine sehr starke Leistung abgeliefert. Lennard konnte viele Körner sparen, um am Ende noch angreifen zu können. Alles ist perfekt aufgegangen und Lennard war heute eine Klasse für sich.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter

„Ich freue mich sehr für Lennard und das ganze Team. Er hat schon in jungen Jahren starke Resultate abgeliefert, hatte dann aber ein paar Probleme bei den Profis. Ich bin stolz, dass wir ihn wieder auf die richtige Spur bringen konnten, und er entwickelt sich stetig weiter. Das heute ist ein besonderer Moment für ihn und für uns als Team.“ – Ralph Denk, Team Manager

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Patrick Konrad wird auf der Giro-Königsetappe über das Stilfser Joch starker Sechster
Top-10 Platzierung für Felix Großschartner bei der zweiten Bergankuft der Vuelta a España
Rafal Majka und Patrick Konrad festigen auf der schweren 17. Etappe ihre guten Positionen in der Gesamtwertung
Top-20 Platzierung für Felix Großschartner nach zermürbender Fahrt auf der 2. Etappe der Vuelta a España