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Team Interviews | 21.03.2019

INSCYD Interview vor dem ersten Monument der Saison

Mit Mailand – Sanremo wird im Radsport der Frühling so richtig eingeläutet. 2017 waren wir am Sieg schon sehr nah dran, dennoch versuchen wir immer wieder jedes Detail zu optimieren, um am Ende zu gewinnen. 

„Wir werden mit Peter und Sam als Doppelspitze in das Rennen gehen, nicht mit einem echten Bergfahrer“, sagt Dan Lorang, Coach von BORA – hansgrohe. „Wir haben speziell an Ausdauer und Ökonomisierung bei den beiden Fahrern gearbeitet, um so viel Kohlehydrate als möglich für das Finale zu sparen. An der Cipressa und Pioggio müssen Peter und Sam enorme Wattwerte über einige Minuten produzieren. Dort wird die Energie benötig, und über den Sieg entschieden.“

In der Vorbereitung dieser speziellen Herausforderung haben wir unterschiedliche Tests mit INSCYD durchgeführt. „Wir konnten vorausberechnen, wieviel Energie für das Rennen benötigt wird, und hatten 8 Wochen vor dem Wettkampf noch genügend Zeit, das Training darauf abzustimmen.“

Für ein Rennen wie die Primavera, erklärt Lorang, ist auch die VO2 max entscheidend (höhere Schwellenleistung, bessere Erholung, bessere Fettverbrennung, hohe Ökonomisierung). Wichtig war in der Vorbereitung auch eine Balance zwischen VO2 max und VLamax (Laktatbildungsrate) zu finden. 

„Auch hier hat uns INSCYD sehr geholfen zu verstehen, wie sich die beiden Werte bei den Fahrern verhalten,“ sagt Lorang. „Wir konnten die richtige Wettkampfstrategie für jeden der beiden ableiten, angepasst an den individuellen Metabolismus. Wir haben auch simuliert, wie der Metabolismus die Leistungsfähigkeit in unterschiedlichen Rennabschnitten beeinflusst. Zum Beispiel: was würde passieren, wenn die VLamax um 0.10 mmol/s sinkt, um die Schwellenleistung und damit die Fettverbrennung zu verbessern? Wie würde sich das auf den Sprint auswirken? 

Unsere Trainer haben auch auf die W/kg-Anforderungen an Cipressa und Pioggio geachtet. Das Ziel war, dass beide mit den besten Kletterern mithalten, was nach fast 300 km Länge eine besondere Herausforderung ist. Dazu muss speziell im aeroben Bereich gearbeitet werden. Außerdem muss man in der Lage sein, nach 6 Stunden Rennen noch genügend Energie zu produzieren. Darum ist Mailand – Sanremo wirklich schwer zu planen, um am Ende zu gewinnen. 

„Durch eine gute Strategie so viel Energie als möglich zu sparen, gleichzeitig den Körper optimal mit Kalorien und Flüssigkeit zu versorgen und seinen Fettstoffwechsel optimal zu nutzen wird entscheidend sein,“ sagt Lorang. „Das Rennen wird in Summe fast 8 Stunden dauern und die Muskeln müssen enorme Ermüdung tolerieren, was sehr speziell ist im Vergleich zu anderen Rennen im Jahr.“ 

 

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