zurück zur Übersicht
Team Interviews | 22.07.2015

Sprinter Sam Bennett muss seine erste Tour de France nach der 17. Etappe beenden

BORA – ARGON 18 Sprinttalent Sam Bennett musste kurz nach dem Start der 17. Etappe seine erste dreiwöchige Rundfahrt vorzeitig beenden. Der erst 24-jährige kämpfte sich bravourös durch die erste Tour-Woche wie auch durch die Pyrenäen und musste erst nach gestrigem Ruhetag den Anstrengungen Tribut zollen und erschöpft aufgeben. Mit dieser Aufgabe bestreitet BORA – ARGON 18 mit nur noch fünf Fahrern die wenigen letzten Etappen der Tour de France durch die Alpen.

„Es war nie eine leichte Aufgabe, auch wenn ich komplett gesund angetreten wäre. Man merkte deutlich die fehlende Vorbereitung und das machte die Rundfahrt für mich sehr schwer. Es ist wirklich ein schweres Rennen. Im größten Rennen der Welt kannst du dich nirgendwo verstecken. Aber ich bin sehr froh, dass ich daran Teil genommen habe und soweit gekommen bin. Ich bin an mein absolutes Limit gegangen und habe mich von Etappe zu Etappe gearbeitet um zu sehen, was ich aus mir noch herausholen kann. Ich habe viel lernen können und jetzt kenne ich den Standard, den ich brauche um hier bestehen zu können, was sehr wichtig ist. Wenn ich mit 100% angetreten wäre, wäre es bestimmt besser gelaufen. So habe ich das Gefühl nicht alles gezeigt zu haben, was enttäuschend ist. Und dann noch letzter der Gesamtwertung zu sein war auch nicht gut für das Ego. Dennoch bin ich weiter gefahren bis buchstäblich nichts mehr übrig war. Ich habe alles gegeben, was ich hatte.“, sagt Sam Bennett nach der 17. Etappe.

„Mit der Aufstellung von Sam zur Tour haben wir nicht erwartet, dass er die Robustheit für die gesamten drei Wochen der Tour de France mitbringt. Wir haben einen langfristigen Plan mit ihm und dieser erste Tour-Start war ein Teil davon. Natürlich hatten wir gehofft, dass er mehr Möglichkeiten erhält in Sprintankünfte einzugreifen. Aber leider gab es in der ersten Woche nur einen wirklichen Massensprint, bei dem er auf den 10. Platz sprintete. Uns war es wichtig, dass er soweit kommt wie möglich, denn jede einzelne Tour-Etappe bringt ihn in seiner Entwicklung ein Stück weiter. Somit werten wir sein langes Durchhaltvermögen durchaus als Erfolg.“, kommentiert Ralph Denk den Ausstieg von Sam Bennett.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Sagan: Einmal nicht der Topfavorit zu sein hat auch Vorteile
INSCYD Interview vor dem ersten Monument der Saison