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U19 | 18.07.2022

Emil Herzog gewinnt die Tour de France der Junioren

Nach Platz zwei im Vorjahr holt das Team Auto Eder den Gesamtsieg bei der Tour du Valromey, der wichtigsten Rundfahrt im Junioren-Rennkalender. In der Teamwertung der besten Juniorenmannschaften der Welt landet man zudem auf Platz zwei.

Was die Tour de France bei den Radprofis ist, ist die Tour du Valromey im Juniorenradsport. Mit extrem schweren Etappen und einem zugleich erstklassigen Starterfeld gilt das Rennen durch die französischen Alpen als die wichtigste Rundfahrt im internationalen U19-Kalender. Das Team Auto Eder reiste dementsprechend ambitioniert nach Frankreich: Neben dem amtierenden deutschen Meister Emil Herzog gehörten so Zeitfahr-Europameister Mathieu Kockelmann (Luxemburg), der estnische Meister Romet Pajur, der tschechische Meister Martin Bárta, der belgische Zeitfahrmeister Duarte Marivoet sowie Mees Vlot, seines Zeichens niederländischer Vizemeister im Zeitfahren, zum sechsköpfigen Aufgebot der Equipe aus Raubling.

Die Auto-Eder-Fahrer stellten dabei von Beginn an ihre internationale Klasse unter Beweis: Schon am ersten Tag gelang es Emil Herzog, wertvolle Sekunden auf viele andere Favoriten herauszufahren. Die Vorentscheidung um den Gesamtsieg fiel dann zwei Tage später: Auf der bergigen dritten Etappe war Herzog der stärkste Fahrer des Tages und gewann am Ende den Sprint einer vierköpfigen Spitzengruppe. Die Belohnung für die herausragende Leistung: der Tagessieg und das Gelbe Trikot des Spitzenreiters, das das Team Auto Eder fortan mustergültig verteidigte. Herzog selbst ließ sich dabei von den zahlreichen Attacken seiner Konkurrenten nicht aus der Ruhe bringen und konterte routiniert alle Angriffe. Nach fünf Etappen rollte er daher verdient als Gesamtsieger der diesjährigen Tour du Valromey über die Ziellinie.

Neben der sportlichen Leistung – Romet Pajur und Mathieu Kockelmann holten auch einen zweiten bzw. dritten Etappenrang – glänzte das Team Auto Eder auch durch ein perfektes Teamwork. Über die gesamte Woche hinweg unterstützten sich die jungen Rennfahrer gegenseitig und bildeten so eine eingeschworene Einheit. Nicht umsonst bedankte sich Herzog im Ziel direkt bei seinen Teamkollegen, die ihm dabei geholfen hatten, den Gesamtsieg bei der Tour du Valromey einzufahren.

Das nächste Rennen für die Auto-Eder-Rennfahrer ist nun die deutsche Zeitfahrmeisterschaft am 31. Juli. Vom 5. bis zum 7. August steht dann das belgische Etappenrennen „Aubel-Thimister-Stavelot“ im Programm der Junioren des WorldTeams BORA - hansgrohe. Das langfristige Ziel für die zweite Saisonhälfte sind die Junioren-Weltmeisterschaften von 18. bis 25. September in der australischen Stadt Wollongong.

Ergebnis Tour du Valromey

 

1           HERZOG Emil                             12:19:04 Stunden
2           DECOMBLE Maxime                + 0:24 Minuten
3           CHRISTEN Jan                             + 0:44 Minuten

12         KOCKELMANN Mathieu          + 5:54 Minuten

Stimmen zum Rennen

„Gleich am ersten Tag konnte ich aufgrund einer taktisch günstigen Rennsituation ein paar Sekunden auf die anderen Favoriten herausfahren. Am dritten Tag habe ich mich dann sehr stark gefühlt und konnte mich in der Spitzengruppe platzieren und am Ende die Etappe gewinnen. Das war sicherlich einer meiner schönsten Siege bisher – auch, weil ich das Gelbe Trikot übernehmen konnte. Auf den letzten beiden Etappen ging es dann darum, die Gesamtführung zu verteidigen. Vor allem am letzten Tag war das sehr hart. Nachdem es in den letzten Wochen nicht immer perfekt für mich lief, bin ich umso glücklicher über diesen Sieg. Ich möchte mich auch beim Team bedanken – sowohl bei den Fahrern als auch beim Staff. Es war wirklich schön, zu erleben, wie sich alle gegenseitig geholfen haben.“ – Emil Herzog, Gesamtsieger Tour du Valromey

„Das Rennen ist die bedeutendste Rundfahrt im internationalen Kalender und dementsprechend wichtig für uns. Es ähnelt in seiner Charakteristik auch den Profirundfahrten, weshalb es ein guter Testlauf für die jungen Rennfahrer ist. Unser Ziel war es, den Gesamtsieger zu stellen, wobei Emil Herzog unser klarer Leader war. Romet Pajur und Mathieu Kockelmann sollten zudem auf Etappenjagd gehen. Ich bin sehr stolz auf die Performance des Teams. Emil hat eine herausragende Leistung gezeigt, gleichzeitig war aber auch die Zusammenarbeit zwischen den Sportlern sehr gut. Das war wirklich eine tolle Woche für uns.“ – Christian Schrot, Sportlicher Leiter

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