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Team News | 20.10.2021

Ein Glas Wein muss schon sein: Trotz eines heißen Tags im Sattel steht beim Cape Epic immer noch der Genuss im Vordergrund

Ein Großteil der dritten Etappe beim Camp Epic wurde heute rund um Saronsberg im Tulbagh Tal ausgetragen. Eines der Highlights: Der Bone Trail, ein Netzwerk aus Single Trails in scheinbar unberührter Natur. Nach einem weiteren Anstieg ging es dann in Richtung Fanties Pass, den wohl härtesten Anstieg der gesamten Strecke 2021 mit teilweise über 20 % Steigung. Vom höchsten Punkt des Tages folgten noch etwa 15 km kupiertes Terrain und eine Abfahrt ins Ziel nach Saronsberg.

„Heute waren richtig geile Flow-Trails dabei. Darauf habe ich mittlerweile super eingestellt und das macht total Laune“, fällt Lennard Kämna als Erstes ein, als er den Tag resümiert, und erzählt weiter: „Wir haben jetzt eigentlich generell eine gute Taktik gefunden. Die erste Stunde fahren wir mit der Spitze mit, das klappt ganz gut und im Feld läuft es da einfach besser. Am Berg suchen wir dann unser Tempo und genießen auch ein bisschen. Die Strecken hier sind ja schon echt cool.“ Ben Zwiehoff lobt aber nicht nur die technische Verbesserung des Teamkollegen: „Es ist schon ein Wahnsinn, was Lenni für ein Talent ist. Der steigt hier drei Mal aufs Rad und ist mittlerweile so viel besser als am Sonntag, da sieht man einfach, warum er als Rennfahrer schon so erfolgreich war. Das ist echt beeindruckend. Aber auch technisch sind die Fortschritte groß. Inzwischen sind wir bergab eher bei den schnelleren Teams und können da teilweise etwas Zeit gutmachen.“

„Es war schon wieder hart heute, aber eigentlich war die Hitze eher das Problem. Nach den kühlen Tagen war die Umstellung gar nicht so leicht. Aber ich mag grundsätzlich gutes Wetter, von daher passt das schon“, meint Lennard zu den äußeren Umständen. War heute ein perfekter Sommertag, so sieht die Prognose für die kommenden Tage allerdings wieder anders aus. „Morgen soll noch gut sein, aber dann kommt wohl wieder Regen. Mal sehen, wie sich das dann bei den längeren Etappen auswirkt“, sieht Ben eher skeptisch in Richtung kommender Aufgaben.

DER TAG IM CAMP

Obwohl das Camp heute nicht umziehen musste, war es dennoch kein gemütlicher Tag für Mario Lexmüller: „Das Wetter soll sich wieder ändern und darum haben wir auf den Ersatzlaufrädern die Reifen gewechselt. Da die um sechs Uhr in die Depots entlang der Strecke gebracht werden, haben wir damit schon um fünf Uhr früh begonnen.“ Nach dem Frühstück stand dann wieder Saubermachen auf dem Programm, während der Koch seine Einkäufe erledigte. Beim Cape Epic verbrauchen die Fahrer ähnlich viele Kalorien wie bei einem Etappenrennen auf der Straße, daher spielt auch die Ernährung eine große Rolle. „Specialized hat einen Koch dabei und wir sind beim Catering integriert. Auch wenn man beim Camping-Flair das Gefühl haben könnte, hier gibt’s jeden Tag BBQ ist die Realität etwas anders. Gegessen wird zwar im Freien, aber die Qualität ist hervorragend“, erklärt Mario.

Auch Ben lobt das Essen, erklärt aber, wo die Schwierigkeiten im Vergleich zu Straßenrennen liegen: „Es geht ja jeden Tag sehr früh los, darum hat man auch keinen Hunger und es ist wirklich schwierig, überhaupt etwas runter zubekommen. Normal essen wir am Morgen ja Porridge, hier um die Uhrzeit geht nur Toast. Nachdem wir das Sportliche nicht ganz so ernst nehmen, klappt das auch. Sonst müssten wir einfach noch früher aufstehen. In jedem Fall ist Kaffee da ganz wichtig. Sonst ist das Essen unserer gewohnten Kost sehr ähnlich. Nach dem Rennen Pasta mit ein wenig Hühnchen oder Gemüse. Am Abend zusätzlich zu Pasta oder Reis noch Fisch oder Fleisch. Ganz wie wir es aus unserem Kitchen-Truck gewohnt sind. Was wir uns hier allerdings auch gönnen und sonst natürlich gar nicht geht, ist ein Glas Wein zum Abendessen. Das muss in der südafrikanischen Abendsonne schon sein“, lächelt Ben und genießt das Gefühl nach getaner Arbeit.

 

Fotos: ©Specialized/Michal Cerveny

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