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Pressemeldungen | 04.06.2020

Radsport-Glossar

Radsportler gebrauchen oft ihren eigenen Jargon, der manchmal etwas verwirrend sein kann!

Wolltet ihr schon immer wissen, was man unter einigen dieser Begriffe versteht? Alle paar Tage werden wir unser kleines Radsport-Glossar schrittweise um einige Wörter erweitern. 

 

All-in gehen: Mit einer Attacke alles auf eine Karte setzen, sich keinerlei Reserven mehr lassen.

Bergziege: Ausgewiesener Bergspezialist, meist mit entsprechend leichtem Körperbau.

Besenwagen: Letztes Fahrzeug im Rennen, bleibt hinter dem letzten Rennfahrer, sammelt ggf. jene Rennfahrer ein, die aufgeben und kein Teamfahrzeug zur Verfügung haben, kehrt somit die Straße.

DS: Aus dem Französischen Directeur Sportiv, sportlicher Leiter, verantwortlich für die Teamtaktik, sitzt im Renndienstwagen in der Fahrzeugkolonne. Siehe auch Taxifahrer.

Gruppetto: Große Gruppe abgehängter Rennfahrer, die zusammen innerhalb der Karenzzeit das Ziel erreichen wollen.

Karenzzeit: Zeitlimit, innerhalb dessen man das Etappenziel erreicht haben muss. Errechnet sich aus der Fahrzeit des Siegers plus eines von der Schwierigkeit einer Etappe abhängigen Prozentsatzes.

Lutscher: Oft auch „Hinterrad-Lutscher“ genannt. Konkurrent, der versucht exzessiv den Windschatten seiner Mitstreiter zu nutzen und selbst so wenig wie möglich im Wind zu fahren (oft gar nicht), um Kräfte zu sparen oder taktischen Vorgaben zu folgen. Meist findet man ihn in Fluchtgruppen.

Peloton: Geschlossenes Hauptfeld der Rennfahrer im Rennen.

Rote Laterne: Letzter Fahrer in der Gesamtwertung einer Rundfahrt.

Rundfahrt: Mehrtagesrennen, das sich aus mehreren Etappen zusammensetzt.

Service Course: Zentrales Logistiklager eines Teams. Sämtliches Material und der gesamte Fuhrpark werden von hier aus disponiert.

Silberling: Von den Physiotherapeuten vorbereitete Reiskuchen, dienen als Rennverpflegung, werden in süßen oder salzigen Varianten angeboten.

Sprintzug: Anordnung von Rennfahrern, die in unmittelbarer Vorbereitung des Finales ihrem Sprinter Windschatten geben, um ihn in die bestmögliche Position zu bringen.

Taxifahrer: Abfällige Bezeichnung für sportliche Leiter, die impliziert, dass sportliche Leiter nur Chauffeure wären.

Wasserträger: Rennfahrer, der Helferdienste leistet. Dazu zählt auch das Versorgen der Teamkollegen mit Trinkflaschen aus dem Begleitfahrzeug (daher der Name). Wasserträger sind aber auch jene Fahrer, die früh im Rennen Nachführarbeit im Feld leisten.

Windkante: Seitenwind im Rennen, der dafür sorgt, dass sich Staffeln bilden, die etwas versetzt hintereinander fahren, da durch die Windsituation auch der Windschatten seitlich am meisten wirkt. Durch dieses versetzte Fahren bildet die Straßenbreite eine natürliche Abriss-Kante, der Windschatten bleibt dann aus.

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