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Pressemeldungen | 13.09.2018

Cesare Benedetti erkämpft sich 7. Platz auf der Königsetappe der Slowakei-Rundfahrt.

Nach dem gestrigen 1,6km langen flachen Prolog stand heute die erste Bergetappe auf dem Programm bei der Slowakei-Rundfahrt. Mit sieben Anstiegen war die Königsetappe des Rennens besonders anspruchsvoll. Eine kleine Ausreißergruppe bestimmte lange Zeit das Renngeschehen, wurde aber im vorletzten Anstieg gestellt. Auf den letzten Kilometern folgten Attacke auf Attacke, aber am Schluss setzte sich im Bergaufsprint einer kleinen Spitzengruppe J. Alaphilippe durch. Cesare Benedetti, der bestplatzierte BORA – hansgrohe Fahrer des Tages, belegte den 7. Platz.

 

Die Etappe

Auf den 164,4 Kilometern von Poprad nach Štrbské Pleso, einem Wintersport- und Kurort in der Hohen Tatra, mussten gleich sieben klassifizierte Anstiege absolviert werden, darunter sechs Steigungen der ersten Kategorie und eine der zweiten Kategorie. Mit mehr als 3000 Höhenmetern war die Strecke von einem ständigen Auf und Ab gekennzeichnet. Zum Schluss musste die 7,3km lange und 5 Prozent steile Steigung hinauf nach Štrbské Pleso zweimal bewältigt werden.

 

Die Team Taktik

Sollte sich Felix Großschartner nach seiner Rückkehr von Kanada (wo er an dem GP Quebec und GP Montreal teilnahm) gut in Form befinden, wollte das Team ihn heute voll unterstützen. Die Etappe war recht anspruchsvoll und die vielen Höhenmeter forderten ständig das Peloton. Fahrer mit Ambitionen in der Gesamtwertung würden wahrscheinlich heute versuchen, Zeit zu gewinnen oder zumindest ihre Verluste in Grenzen zu halten. Deshalb war es zu erwarten, dass die Etappe für mögliche Bewegungen im Gesamtklassement sorgen würde.

 

Das Rennen

Die ersten Kilometer waren von mehreren erfolglosen Attacken geprägt aber nach der ersten Bergwertung gelang es einem Quintett, sich vom Feld zu distanzieren. Während des Tages betrug der Vorsprung der fünf Ausreißer maximal rund 2 Minuten. Das Peloton hielt die Fluchtgruppe an der kurzen Leine und die Rennsituation blieb für lange Zeit unverändert. Aber kurz vor dem vierten Anstieg des Tages beschleunigte das Peloton, angeführt von Quick-Step Floors, das Tempo und einer der Ausreißer musste sich zurück ins Hauptfeld fallen lassen. Unter diesem Tempodruck verkleinerte sich dann die Lücke auf 1 Minute. Mit noch 35km bis zum Ziel attackierte ein Fahrer erfolglos aus der Spitzengruppe heraus und kurz danach wurden alle Ausreißer vom Feld geschluckt. Unter dem hohen Tempo von Gazprom – RusVelo und Quick-Step Floors mussten sich mehrere Fahrer im Peloton im vorletzten Anstieg zurückfallen lassen. Auf den letzten 10km folgten dann mehrere Attacken, aber am Ende gewann J. Alaphilippe im Bergaufsprint die Königsetappe der Slowakei-Rundfahrt. Cesare Benedetti, bester BORA – hansgrohe Fahrer, rollte mit 3 Sekunden Rückstand als Siebter über den Zielstrich.

 

Ergebnis

01  J. Alaphilippe     4:14:40

02  B. Hermans          +0:00

03 A. Walter              +0:00

04  J. Tratnik              +0:00

07  C. Benedetti          +0:03

 

Reaktionen im Ziel

„Wir wollten eigentlich heute für Felix fahren, aber ich glaube, er hat sich noch nicht richtig von seiner langen Reise zurück von Kanada erholt. Im letzten Anstieg waren noch drei BORA – hansgrohe Fahrer dabei, aber dann befand ich mich alleine in einer kleinen Gruppe auf den letzten Kilometern und so habe ich versucht, mein Bestes zu geben. Die Slowakei-Rundfahrt ist zwar ein ziemlich kleines Rennen aber es ist doch schön vorne mitmischen zu können. Wir werden sehen, was ich in den kommenden Tagen erreichen kann.“ – Cesare Benedetti

 

„Unser Plan war, Felix Großschartner zu unterstützen, aber er war erst vor kurzem von den zwei WorldTour Rennen in Kanada zurückgekehrt und war deshalb heute nicht in bester Form. Im vorletzten Anstieg musste er zurückfallen und so hatte Cesare Benedetti die Möglichkeit, ein gutes Resultat einzufahren. Dies ist ihm auch mit seinem 7. Platz gelungen und wir sind mit seiner heutigen Leistung sehr zufrieden. Normalerweise unterstützt er als Domestik die anderen Fahrer im Team und es ist schön zu sehen, dass er heute ein sehr gutes Resultat erzielen konnte. In den nächsten Tagen werden wir versuchen, eine Etappe zu gewinnen und wir hoffen, dass uns das auch gelingen wird.“ – Christian Pömer, Sportlicher Leiter

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