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Pressemeldungen | 15.04.2018

UCI Weltmeister Peter Sagan wird Vierter beim Amstel Gold Race.

Die 53. Austragung des Amstel Gold Races war geprägt von einer Fluchtgruppe die sich lange Zeit an der Spitze des Rennens halten konnte. UCI Weltmeister Peter Sagan sah sich in der ersten Verfolgergruppe und versuchte auf den letzten Kilometern das Trio an der Spitze noch zu stellen, musste sich aber am Ende mit einem vierten Platz zufriedengeben. Sieger des Amstel Gold Races war M. Valgren (Team Astana) vor R. Kreuziger (Mitchelton-Scott).  

 

Der Kurs

Die 53. Austragung des Amstel Gold Race hatte einige neue Passagen, welche das Rennen noch spannender und attraktiver machen sollten. 263 selektive Kilometer erwarteten das Peloton, mit dabei nicht weniger als 33 „Murs“, steile kurze Anstiege. Einer dieser bekannten Anstiege war der Cauberg, den es dreimal zu fahren galt. Die engen Landstraßen, verbunden mit diesen Anstiegen, sorgen in der Regel für harte Selektionen und führen zu einem reduzierten Feld, das am Ende um den Sieg kämpft. Dieses Jahr wurde die Schlussrunde abgeändert, die Anstiege Geulhemmerberg und Bemmelberg bildeten das Finale. 

 

Teamtaktik

Der junge Sprinter Pascal Ackermann gab heute sein Debüt. In den kommenden Jahren könnte dieses Rennen auch eines für den ambitionierten Sprinter sein, hat er mit seinen Podestplätzen in diesem Jahr schon viele gute Ergebnisse vorweisen können. Im Rennen sollten zunächst Cesare Benedetti und Pascal Ackermann dafür sorgen, dass das Team in einer guten Position ist. Aufgrund der vielen engen schmalen Straßen war es wichtig immer auf Höhe des Geschehens zu sein. Marcus Burghardt, Road Captain des BORA – hansgrohe Teams heute, blieb bei Peter um ihn bestmöglich zu unterstützen. Für das Finale sollten die beiden Österreicher Gregor Mühlberger und Patrick Konrad zusammen mit Jay McCarthy ihren Kapitän Sagan in eine gute Position bringen, aber auch versuchen bei möglichen Attacken mitgehen zu können.

 

Das Rennen

Nach nur wenigen Kilometern setzte sich eine Gruppe von neun Fahrern ab und schaffte es eine Lücke von bis zu 15 Minuten zu öffnen. Die Fluchtgruppe des Tages konnte sich über viele Kilometer halten, auch nach den ersten Anstiegen hatte die Spitzengruppe immer noch mehr als 10 Minuten Vorsprung, BORA – hansgrohe war im Peloton, zeigte sich aber immer wieder auf der Höhe des Geschehens. Pascal Ackermann, Cesare Benedetti und Jay McCarthy waren zusammen mit Team Movistar und Quick-Step Floors an der Nachführarbeit beteiligt. Im Laufe des Rennens sank der Vorsprung auf drei Minuten, am Gulperberg war UCI Weltmeister Peter Sagan zusammen mit dem deutschen Meister Marcus Burghardt an der Spitze des Pelotons und gab das Tempo vor. Am Fuße zum Fromberg wurde Jay McCarthy in einen Sturz verwickelt, konnte aber ohne Verletzungen wieder aufsteigen, verlor jedoch einiges an Zeit. Am Berg angekommen, setzte sich ein Duo mit wenigen Sekunden ab und konnte auf die Fluchtgruppe aufschließen, BORA – hansgrohe Fahrer Peter Sagan war in der Verfolgung. Als noch 9km zu fahren waren, mussten einige aus der früheren Spitzengruppe an Tempo rausnehmen. Auf den letzten Kilometern kam es immer wieder zu Attacken in der Verfolgergruppe. Späterem Sieger M. Valgren gelang es auf das Duo an der Spitze des Rennens aufzuschließen und holte sich in einem spannenden Finale den Sieg des Amstel Gold Races vor R. Kreuziger (Mitchelton-Scott).  BORA – hansgrohe Fahrer Peter Sagan setzte sich gegenüber seinen Kontrahenten in der Verfolgergruppe ab und sicherte sich den vierten Platz. 

 

Ergebnis

01       M.Valgren       6:40:07
02       R.Kreuziger       +0:00
03       E.Gasparotto     +0:02
04       P.Sagan            +0:19
05       A.Valverde        +0:19

 

Reaktionen im Ziel

„Es war ein schweres Amstel Gold Race mit einem hohen Tempo von Beginn an. Die Fluchtgruppe schaffte es eine große Lücke zu öffnen und es brauchte viel Kraft, um diese zu schließen. In den letzten 20km war eine weitere Teilung in der Gruppe, doch ich war glücklicherweise vorne. Ich hatte ein gutes Gefühl, aber nach Paris- Roubaix sind meine Beine etwas müde. Nichtsdestotrotz wurde ich Vierter und ich denke, meine Leistungen in den Klassikern war gut.“ – Peter Sagan 

„Das Rennen war wirklich schwer und vor allem zum Schluss war es sehr schnell. Peter ist ein starkes Rennen gefahren, aber wir haben es leider verpasst ihn vor allem in den letzten 40km besser zu unterstützen daher musste er viele Lücken selbst schließen und harte Arbeit leisten. Zuvor hat das Team viel Arbeit und Kraft investiert, um die Lücke von 15 Minuten zu schließen. Am Ende war Peter in der Verfolgergruppe, nur wenige Sekunden hinter der Spitze und konnte einen starken vierten Platz herausfahren.“ – Jens Zemke, sportlicher Leiter 

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