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U19 | 03.05.2021

Nächster Doppelsieg: Team Auto Eder gewinnt auch Grand Prix West Bohemia in Tschechien

Fünf Rennen, fünf Siege – auch beim Grand Prix West Bohemia im tschechischen Pilsen setzte das Team Auto Eder seine Siegesserie in der Saison 2021 fort. Nachdem Luis-Joe Lührs das Auftaktkriterium am Samstag gewinnen konnte, sorgte Cian Uijtdebroeks für den ersten Erfolg in einem internationalen UCI-Rennen in diesem Jahr.

Den Grand Prix West Bohemia im tschechischen Pilsen hatte Christian Schrot, Sportlicher Leiter des Team Auto Eder, im Vorfeld als ersten großen Test für die Nachwuchsmannschaft des Team BORA-hansgrohe ausgerufen. Der Grund: Als offizielles Rennen des Radsportweltverbandes UCI wurde starke internationale Konkurrenz am Start erwartet. So hatten unter anderem die Nationalmannschaften aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn und Polen sowie weitere hochkarätig besetzte Teams wie etwa die Lokalmatadoren des Team Dukla Praha ihren Start angekündigt. Eine Prüfung, die die Auto-Eder-Fahrer von Anfang an mit Bravour meisterten: Luis-Joe Lührs konnte so bereits das Auftaktkriterium am Samstag gewinnen und so beste Voraussetzungen für das große Straßenrennen am Sonntag schaffen.

Der 133 Kilometer lange Grand Prix West Bohemia wurde dabei von einem welligen Streckenprofil sowie kalten, wechselhaften Witterungsbedingungen bestimmt. Zu Beginn war es Teamfahrer Marco Schrettl, der das Rennen im ersten Renndrittel mit mehreren Attacken prägte. Auch Luis-Joe Lührs und Alexander Hajek versuchten in dieser Phase ihr Glück. Die entscheidende Attacke ereignete sich dann in der vierten von insgesamt zwölf Runden: Acht Sportler konnten sich vom Feld lösen, darunter auch die Auto-Eder-Fahrer Cian Uijtdebroeks, Luis-Joe Lührs und Marco Schrettl. Die Gruppe harmonierte gut und fuhr schnell einen Vorsprung von über eine Minute auf das Peloton heraus. Bei Kilometer 62 setzte Uijtdebroeks schließlich seinen siegbringenden Angriff, während seine beiden Teamkollegen dahinter die inzwischen auf vier Mann reduzierte Gruppe kontrollierten.

Der belgische Youngster, der im kommenden Jahr Profi bei BORA-hansgrohe wird, baute seinen Vorsprung im weiteren Rennverlauf kontinuierlich aus und gewann schließlich mit 3:41 Minuten Vorsprung vor den Verfolgern. Hier sicherte sich Luis-Joe Lührs in einem knappen Sprint Rang zwei vor dem Tschechen Adam Seeman. Marco Schrettl wurde Vierter, Alexander Hajek sicherte sich im Spurt der Verfolger Rang sechs. Das gute Teamresultat rundeten Matteo Groß als 13. und Benjamin Eckerstorfer auf Platz 15 ab. Nach dem ersten erfolgreichen internationalen Test in Pilsen wird das Team Auto Eder seinen nächsten Einsatz wieder in der Heimat bestreiten: Am 13. Mai steht so das Bundesligarennen im nordbayerischen Karbach auf dem Programm.

Resultat

1. Cian Uijtdebroeks (Bel)        3:18:38 Stunden
2. Luis-Joe Lührs (Ger)        + 3:41 Minuten
3. Adam Seeman (Cze)        gl. Zeit
4. Marco Schrettl (Aut)        gl. Zeit.

Stimmen im Ziel

„Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen, weil ich mich auf bergigen Kursen wohler fühle. Im Rennen hat sich dann aber die Situation ergeben, dass ich einer guten Position für einen Angriff war. 70  Kilometer vor dem Ziel habe ich dann alles auf eine Karte gesetzt und solo attackiert. Danach bin ich alleine meinen Rhythmus gefahren und konnte das Rennen mit großem Vorsprung gewinnen. Es war wirklich ein perfekter Tag für mich. Meine Beine haben sich sehr gut angefühlt – so kann es weitergehen.“ – Cian Uijtdebroeks

„Wir hatten uns vorgenommen, das Rennen zu gewinnen und die Sportler haben das vom Start weg wunderbar umgesetzt. Im Finale wäre sogar das Triple-Podium möglich gewesen, aber hier sprechen wir über taktisches Optimierungspotenzial auf höchstem Niveau. Aus meiner Sicht war das Rennwochenende hier in Tschechien deshalb ein perfekter Einstieg in die UCI-Saison. Wir freuen uns nun auf unseren nächsten Einsatz beim Bundesliga-Rennen in Karbach, bei dem wir mit allen acht Sportlern in voller Mannschaftsstärke antreten werden.“ – Christian Schrot, Sportlicher Leiter

Foto: Jan Brychta

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